Hannover hat nichts?

Von wegen! Was ist naheliegender, als das: Wir setzten der Stadt und der Welt ein Zeichen. 100% made in Hannover. Kulturhauptstadt – oder auch nicht! Dieses ist ein Beteiligungsprojekt für Alle: Initiativen, Vereine, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Bürger, Nachbarschaftsgruppen, Schulen u.a.. Wie ein Netzwerk wird es wachsen. Hannovers roter Faden wird bunt! Demokratisch, soziokulturell, integrativ, identitätsfördernd, kreativ…  Jeder kann sich mit seinem Beitrag in diesem künstlerisch-kulturellen Projekt im öffentlichen Raum sichtbar machen.
Guido Kratz hat als in Hannover ansässiger Künstler und Keramiker schon mit Gruppen bis 600 Teilnehmern an Netzwerkbildern gearbeitet. Und er stellt farbige Pflastersteine her, die u.a. den historischen Rosenweg in Hildesheim markieren. Wir verbinden das zu einem einzigartigen Projekt. Eine bunter Faden zieht sich durch Hannover, verbindet Kultureinrichtungen, Places of interest und Kunst im öffentlichen Raum. Und vor allem verbindet die gemeinsame Arbeit an diesem Werk die Menschen in Hannover.
Das ist unser Beitrag zur Ausstellung Hannover hat nichts, auf der das Kulturhauptstadtbüro Hannover dazu aufgefordert hat, sich mit Ideen zu beteiligen. Mal sehen, ob er auf Interesse stösst. (Und eine Außentanzfläche für Tango wäre auch schön.)

Workshops visuell dokumentieren

Ich werde oft gefragt, wie ich es mache, wenn ich parallel laufende Workshops mit Graphic Recording dokumentiere. Ich kann schließlich nicht überall dabei sein… Stimmt! Mein persönlicher Rekord liegt aktuell bei der Visualisierung von sechs parallelen Workshops! Je nach zur Verfügung stehender Zeit zeichne ich ggf. ein zentrales Motiv pro Thema vor und bringe die vorbereiteten schon Bilder mit. Während den Sessions hole ich mir ggf. Streiflichter und Stichworte aus den Workshops. Oder ich bekomme zusammengefasste Inhalte direkt von den Moderatoren. Damit ergänze ich die Bilder an einer zentralen Stelle. Gibt es eine Präsentation im Forum, vervollständige ich jedes Workshopbild simultan mit den Ergebnissen und schließe es damit ab. Auf diese Art kann ich mehrere visuelle Protokolle parallel anfertigen und der Kunde bekommt ein schönes Ergebnis.
Aber irgendwo liegt natürlich die Grenze. Ab einem bestimmten Umfang kann das ein Graphic Recorder alleine nicht mehr bewältigen.

Veränderungen brauchen Symbole

Viele Organisationen beschäftigen sich mit Veränderungen. Veränderungen in ihrem Umfeld, zum Beispiel der Märkte und ihrer Kunden. Aber auch die Anforderungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verändern sich und Organisationen und Unternehmen versuchen sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen.

Solche Veränderungen sind immer wieder Thema von Veranstaltungen, die Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen durchführen, zum Beispiel zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur Gesundheitsvorsorge, Folgen der Digitalisierung und viele Themen mehr. Neben Vorträgen und Workshops zum Thema kann es sehr hilfreich sein, sich ein Symbol zu schaffen, dass den manchmal etwas steinigen Weg zur geglückten Veränderung ausleuchtet und im Alltag daran erinnert, was man sich doch einmal vorgenommen hat.

Netzwerkbild Führung Workshop von Guido KratzNetzwerkbilder sind solche Symbole, weil sie von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen selbst geschaffen werden. In der Auseinandersetzung mit einem Thema entsteht ein Bild, das aus genauso vielen Teilen besteht, wie die Gruppe groß ist. Sie sind für kleine Teams geeignet, die sich ein starkes, oft sehr persönliches Symbol erschaffen. Aber auch große Teams erfahren in der konkreten Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema, wie die anderen darüber denken und schaffen sich ein Symbol, dass die geglückte Bewältigung des Themas ausdrückt.

Als Beispiel habe ich ein Netzwerkbild gewählt, das als Thema „Führung“ hat. In diesem Bild sind die Aspekte zur Führung aus Sicht des Managements und auch aus der Sicht der Mitarbeiter und Mitarbeiterrinnen erfolgreich umgesetzt. #kunstinunternehmen

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ZweiMal – ein Workshop für Paare und Freunde

Die Designerin und Illustratorin Anja Weiss und der Künstler und Keramiker Guido Kratz bieten zusammen Workshops für Paare an. Liebespaare oder Eheleute schaffen gemeinsam ein Werk, ein Bild auf einer großen Keramikplatte. Die Werke werden nach dem Workshop gebrannt und mit einer Aufhängung versehen. In den zurückliegenden Workshops sind schon viele schöne Gemeinschaftsbilder entstanden.

Am Sonntag, den 26.Februar 2017 findet der nächste ZweiMal Workshop statt. Es sind noch Plätze frei! Von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Um als Paar ein gemeinsames Bild zu malen braucht es keinerlei künstlerisch-kreative Vorbildung. Es geht um ein neues spielerisch-produktives Erlebnis, darum, sich zusammen auf ein nonverbales Experiment einzulassen. Unsere eigene Erfahrung mit dem Malen gemeinsamer Bilder zeigt, dass der Prozess uns auf spielerische Art und Weise näher bringt. Diese Bilder sprechen eine eigene, überraschende, ganz persönliche Sprache. Sie erzählen uns etwas über unsere Beziehung und unseren Umgang miteinander.


Lasse ich die Spuren des anderen stehen, übermale oder integriere ich sie? Wie experimentierfreudig bin ich? Wie gehe ich mit eignen Spuren um? Abgrenzung und Durchdringung, zarte Linien und kraftvoller Farbauftrag, Chaos und Ordnung – welche Strukturen entstehen im gemeinsamen Prozess des Malens? Durch Farbe, Form, der Dynamik und Tempi der Malbewegung und der Lust am gemeinsamen Schaffensprozess visualisiert sich im Dialog das einzigartige Muster Ihrer Liebesbeziehung.

Entdecken Sie sich als Paar aus einem neuen Blickwinkel, lassen Sie Ihr Bild sprechen und sich vom Ergebnis überraschen!

Teilnahmegebühr pro Paar: 130,- € (darin enthalten sind alle Materialen, Snacks und Getränke).
Wir malen auf Keramik. Das Bild wird im Anschluss an den Workshop gebrannt.

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Unternehmensbilder

Wie sehen wir uns als Unternehmen? Welche Metaphern gibt für den Ist- oder den Soll-Zustand, das Leitbild, die Vision oder die Mission? In der Begleitung von Prozessen in Unternehmen hilft die Erarbeitung eines gemeinsamen Bildes. Visualisierungen machen Kommunikation anschaulich und abstraktes emotional fassbar. In der Betrachtung passiert ein Perspektivwechsel, da das Bild eine eigene Sprache spricht und Umstände rückmelden kann, die sonst verborgen geblieben wären – ein magischer Moment. Das Bild hilft bei der Herausarbeitung von Zielen und der Entwicklung von Folgemaßnahmen, denn letztlich geht es darum, aus einer abstrakt-theoretischen Ebene ins tatsächliche Handeln zu kommen.
Solch ein Bild entsteht als begleitende Maßnahme zu einem Seminar, Mitarbeitertag o.ä.. Mit Graphic Recording protokolliere ich in Abstimmung mit dem Moderator / Coach, was im Workshop passiert und entwickele parallel das spätere Bild. In einem zweiten Schritt entsteht daraus eine digitale Illustration. Illustrationen fertige sich auch nach gelieferten Vorgaben an. Aber wenn Mitarbeiter am Entstehungsprozess beteiligt sind, ist es am Ende ihr eigenes Bild – nur eben professioneller gezeichnet.

Interview zum Thema „Kunst in Unternehmen“ mit der Kommunikationsdesignerin Andrea Steckert aus Hannover

„Wo kommen wir her als Organisation, wo stehen wir, wo wollen wir hin?“
„Wir müssen ganz viele Antworten auf Fragen finden, die sich bis heute noch nie so stellten!“

pastedgraphic-24In dem Interview mit der Kommunikationsdesignerin, systemischen Organisationsentwicklerin, Managementcoach, Kommunikations- und Prozessdesignerin und Großgruppenmoderatorin Andrea Steckert geht es wieder um das Thema „Kunst in Unternehmen“. Andrea Steckert erzählt in dem Interview, warum Künstler und Künstlerinnen viel mehr in Unternehmen und Organisationen bei Veränderungsprozessen eingesetzt werden sollten. Sie beschreibt, was Kunstschaffende in unsicheren und ungewissen Prozessen anders machen und warum Künstler und Künstlerinnen auch bei großen gesellschaftlichen Veränderungsprozessen positiv und segensreich wirken können. #kunstinunternehmen

Zum Interview mit Andrea Steckert >>>

 

Cabeceo – die feine argentinische Art zum Tanzen aufzufordern

Mirada – Cabeceo, ein Paar geht auf die Tanzfläche und beginnt zu tanzen … Wie das funktionieren kann, haben die Teilnehmer dieses ersten Workshops mit Guido Kratz rund um die Geheimnisse des argentinischen Tangos in der TangoWerkstatt Hannover erfahren.
cabeceo, Graphic Recording, Anja Weiss, Hannover, zeichenagentur, TangoDer Cabeceo ist Bestandteil der Códigos, der Regeln und Gebräuche, die sich in Buenos Aires entwickelt haben, denn Tango ist nicht nur gemeinsamer Tanz, sondern auch soziales Ereignis. Der Cabeceo ist die feine und subtile Möglichkeit, sich nur durch dezente Blicke zum Tanzen zu verabreden und so peinliche oder unangenehme Situationen zu vermeiden.

Aber woran erkenne ich genau, ob jemand mit mir tanzen möchte. Und vielleicht noch wichtiger: Woran erkenne ich, wenn jemand nicht mit mir tanzen will? Wie lehne ich eine Einladung ab und wie gehe ich mit einem Korb um? Was kann man tun, um das gemeinsame Tanzen auf einer Milonga für alle sozialverträglich zu gestalten?

30 Teilnehmer haben die Möglichkeit, mehr über den Cabeceo zu erfahren, begeistert genutzt. Guido Kratz hat viel Wissenswertes zusammengetragen und in verschiedenen Übungen für mögliche Szenarien auf einer Milonga sensibilisiert. Der Cabeceo wurde geübt und verfeinert und das Geheimnis ergründet, damit die Milonga für alle zu einem rundum befriedigenden Tanzerlebnis werden kann.

Der Cabeceo-Workshop als visuelles Protokoll von Anja Weiss >>>

Tangowerkstatt Hannover >>>

Neu auf dem Buchmarkt

Sketchnotes & Graphic Recording – eine Anleitung
Mit diesem Buch bietet die Grafik-Designerin Anja Weiss eine Anleitung für Sketchnotes und Graphic Recording. Vom Basisbildvokabular bis zum fertigen grafischen Verlaufsprotokoll in Wandgröße gibt sie in zahlreichen Bildbeispielen Anregungen und Übungen zum Erlernen und Anwenden der Zeichentechniken, inklusive Tipps zum Ad-hoc-Zeichnen vor Publikum.
Mit Sketchnotes und Graphic Recording lassen sich Informationen visuell erfassen und festhalten. Während Sketchnotes persönliche Notizen aus Text und Bildern sind, versteht man unter Graphic Recording ein visuelles Verlaufsprotokoll, das während einer Veranstaltung erstellt wird – was sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Graphic Recording eröffnet für Grafiker und Illustratoren ein neues Arbeitsfeld. Visuelles Protokollieren ist aber auch für ungeübte oder Nichtzeichner möglich und sinnvoll.
Erschienen im dpunkt-Verlag, 206 Seiten, Festeinband, ISBN: 978-3-86490-359-5
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Kunst in Unternehmen – ein Interview mit dem Künstler Till Steinbrenner

Netzwerkbildworkshop Detail von Guido Kratz aus HannoverDas Künstlerduo Lotte Lindner und Till Steinbrenner lebt in Hannover und ist weltweit tätig. In vielen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten sie ihre künstlerischen Positionen. Lotte Lindner und Till Steinbrenner arbeiten seit 2002 gemeinsam daran, Unsicherheit als fruchtbare Energie verfügbar zu machen.
Sie nutzen dazu alle verfügbaren Medien. Ihre Kunst bewegt sich zwischen Skulptur, Performance und Installation. Es sind aufregende Arbeiten im Spannungsfeld zwischen „be a hero for one day“ und dem Scheitern. Also beste Voraussetzungen, um mal die Frage zu beleuchten, ob es Kunst in Unternehmen gibt, ob sie sinnvoll ist, was sie den Künstlern bringen kann und ob Unternehmen überhaupt etwas davon haben können.

Till Steinbrenner hat sich bereit erklärt, mit mir ein Gespräch über diese Themen zu führen, und wir haben es dann auch tatsächlich gemacht. Mit einer Flasche Wein und jeder Menge Zeit. Und etwas Zeit sollten Sie sich beim Lesen unseres Gespräches auch nehmen, denn es geht in die Tiefe und leuchtet viele Aspekte des Spannungsfeldes „Kunst in Unternehmen“ aus.

Ich möchte mit diesem Interview die FrageNetzwerkbildworkshop von Guido Kratz aus Hannover beleuchten, was Kunst in Unternehmen bewirken kann – oder auch nicht. Um das Thema ein wenig einzugrenzen, habe ich mich bei dieser Unterhaltung auf die künstlerische Arbeit mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Unternehmen beschränkt. Es geht also nicht um Kunstsammlungen in Unternehmen, sondern um die Arbeit, die Künstler und Künstlerinnen in den Unternehmen selbst anstoßen können. #kunstinunternehmen

Zum Interview >>>

Website Lotte Lindner und Till Steinbrenner >>>

Kunst in Unternehmen

Teambildung-Workshop-VW-06-600x400Wenn man einen Künstler in ein Unternehmen einlädt, kann man was erleben. Die künstlerische Intervention in einem Unternehmen kann zu Veränderungen beitragen, die von der Unternehmensleitung wie auch den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gewünscht werden.

Um zu beurteilen, ob ein künstlerischer Workshop oder eine Kunstaktion in einem Unternehmen zielführend ist, muss man die künstlerischen Interventionen von einer ausschließlichen Event-Gestaltung abgrenzen. Es ist ja ein Unterschied, ob ein Unternehmen ein Sinfonieorchester einlädt, als Geschenk an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, oder ob man eine künstlerische Arbeit zu wichtigen Veränderungsthemen zum Beispiel bei Fusionsprozessen macht.

Ist es möglich, das Ergebnis künstlerischer Interventionen irgendwie zu messen?

Es gibt inzwischen Untersuchungen zum Thema Kunst in Unternehmen und Dissertationen dazu aus verschiedenen Fachgebieten. Aber es ist ein wenig schwieriger und subjektiver, so ein Ergebnis zu messen. Aber man kann sich der gleichen Methoden bedienen, die auch bei Mitarbeiterschulungen und Beratungen angewendet werden. Man befragt die Teilnehmer eines künstlerischen Workshops direkt nach dem Ergebnis oder Erfolg.

Aus meinen eigenen Workshops, in denen manchmal ganze Belegschaften, aber auch kleine Teams Netzwerkbilder zu den unterschiedlichsten Themen erarbeiten haben, kenne ich viele Aussagen von den Teilnehmern, die oft auch noch nach einigen Jahren getroffen werden. Hier sind einige der Erfolgsfaktoren, die ich durch das Feedback von Teilnehmern an meinen künstlerischen Workshops bekommen habe:

  • Die Diskussionskultur wurde verbessert.
  • Vorher festgelegte Rollen einzelner konnten durch die künstlerische Arbeit aufgebrochen werden.
  • Die Zusammenarbeit im Team wurde verbessert.
  • Die eigenen Reflexionsfähigkeiten wurden entwickelt.
  • Die Wahrnehmung wird verbessert und fokussierter.
  • Die Beziehung zwischen dem eigenen Arbeitsbeitrag und dem großen Ganzen wir klarer.
  • Die Wir-Kultur oder das Wir-Gefühl wird verbessert.

Durch eine genaue Vorbereitung des Workshops auf aktuelle Themen im Unternehmen kann eine künstlerische Herangehensweise viele Bedürfnisse gleichzeitig ansprechen. Durch die künstlerische Aktion, das gemeinsame Tun, werden viele Sinne angesprochen. Das stärkt und motiviert. Und darum geht es doch, an seine täglichen Aufgabe stark und motiviert herangehen zu können.#kunstinunternehmen